Profil der evangelischen Kirchengemeinde Riegel-Endingen mit Forchheim und Wyhl

1 Grundlagen

Wir sind eine evangelische Kirchengemeinde, deren Gemeindeleben durch das Engagement der Gemeindemitglieder, des Kirchengemeinderats sowie der Hauptamtlichen gestaltet wird.
Unser Auftrag ergibt sich aus dem Evangelium. Wir wollen den Menschen die Botschaft Jesu als das Wort Gottes näher bringen und sie einladen, mit uns gemeinsam den Glauben zu leben und zu feiern. Das entfaltet sich für uns in zwei Leitmotiven:
Jeder Mensch ist als Gottes Kind in der ihm und ihr eigenen Würde angenommen, unabhängig von Leistung, Herkunft oder Vermögen: Die Botschaft von der freien Gnade Gottes, vermittelt durch Jesus Christus. 
Daran wollen wir uns ausrichten und es in der eigenen Gemeinde leben und vermitteln. Eine zweite Grundausrichtung des Evangeliums drückt sich aus im „Vater-unser“, in der Bitte „Dein Reich komme“.
Wir wollen daran mitwirken, dass der Alltag und die Gesellschaft in der wir leben, nach Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gestalt gewinnen soll.


 
2 Grundstruktur


Wir verstehen uns als offene Gemeinde, die verschiedenen Ausdrucksformen des Glaubens Raum geben möchte.
Entstanden aus der früheren Diasporagenossenschaft als Gemeinde unterschiedlichster Prägungen, Herkunft und Milieus sind wir miteinander auf dem Weg, stärker zusammenzuwachsen und eine gemeinsame Identität zu entwickeln. 2016 ist aus den selbständigen Gemeinden Riegel und Endingen die Kirchengemeinde Riegel-Endingen entstanden, zu der auch die Orte Forchheim und Wyhl gehören. Das Pfarramt besteht in der geschwisterlichen Dienstgemeinschaft eines Gruppenamtes. Ein:e Pfarrer:in und ein:e Diakon:in leiten mit den Kirchengemeinderäten die Kirchengemeinde Riegel-Endingen.
Wir orientieren uns an den Fähigkeiten und Gaben der Personen und begegnen einander mit Wertschätzung und Respekt.


 
3 Gottesdienst


In unserer Gemeinde wird eine liturgische Vielfalt gepflegt. Die unterschiedlichen Gottesdienstformen sind uns wichtig und spiegeln die Vielfalt des Gemeindelebens wieder. Sie finden bei uns den Gottesdienst am Sonntagmorgen, ein kürzeres Morgenlob (Z´Niini), die „Atempause“ nach Taizé am Samstagabend oder die Jugendandachten. Wir wollen diese Vielfalt beibehalten und weiterentwickeln.
 
Auch wenn für viele Menschen Gottesdienst inzwischen nicht mehr im Mittelpunkt steht, ist es uns wichtig dort Gemeinschaft und Glauben zum Ausdruck zu bringen.
Zahlreiche Menschen (Mitarbeiter/Innen, Ehrenamtliche) wirken im Gottesdienst mit:
Ein Lektorenkreis, der Gemeindechor, die Kirchenband und unser:e Organist:in.
Auf die Feier des Kirchenjahres legen wir großen Wert und wollen dies in Zukunft noch bewusster gestalten.
Zur Feier des Abendmahls sind ausdrücklich alle Christen eingeladen - auch Kinder vor der Konfirmation.


 
4 Gemeindeleben


Durch das Engagement der haupt-, neben- und ehrenamtlich Mitarbeitenden gibt es Angebote für Senioren, Erwachsene, Familien, Kinder und Jugendliche.
Es gibt Veranstaltungen, die besonders die Gemeinschaft pflegen, wie das Frühstück nach dem Morgenlob, die Jugendarbeit, das Gemeinde- und das Mitarbeiterfest. Werden an einem Sonntag mehrere Kinder getauft, treffen sich die Familien zu einer gemeinsamen Vorbereitung.
 
Die Arbeit mit den Konfirmanden ist uns wichtig, sie wird gestaltet von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern, Erwachsene und Jugendliche bringen sich hier ein.
 
Auch die Arbeit auf Bezirksebene wird seitens unserer Gemeinde unterstützt und gestaltet. Jugendliche sowie erwachsene Mitarbeiter engagieren sich beim Konfi-Camp, im Kirchenbezirk sowie im evangelischen Bezirksjugendwerk.
Aus der Konfirmandenarbeit ist (durch engagierte, ehrenamtliche Begleitung) inzwischen eine umfangreiche Teamer-und Jugendarbeit mit Konfirmierten entstanden.
 
Wir besuchen Gemeindeglieder auch zu Hause, z. B. zum Geburtstag, im Trauer- oder Krankheitsfall und zum Trau- oder Taufgespräch.


 
5 Ökumene


Die Ökumene stellt einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit unserer Kirchengemeinde dar. Auf der Basis der „Charta oecumenica“1 haben wir 2008 eine Kooperationsvereinbarung² getroffen. Viele Aspekte ökumenischer Arbeit sind bereits umgesetzt:
ökumenische Gottesdienste
gemeinsame Dienstgespräche
Weltgebetstag
ökumenische Frauengruppe
Bildungsangebote z. B. in der Fastenzeit (Arbeitskreis Theologie und Kirche, gemeinsam mit der SENOKA sowie der Volkshochschule Nördlicher Kaiserstuhl und der ambulanten Hospizgruppe)
 
Auch zukünftig messen wir diesem Aspekt eine hohe Bedeutung im Spektrum unserer Aktivitäten bei und werden das ökumenische Leben in unseren Gemeinden weiter entwickeln.


6 Kontakte


Unsere Gemeinde pflegt Kontakte zu Schulen, Vereinen und den politischen Gemeinden. Wir sind in der Öffentlichkeit präsent und wollen deutlich machen, wofür wir stehen und welchen Beitrag wir für das Leben in der Gemeinde leisten.
 
Wir laden alle Menschen ein, uns näher kennenzulernen und mit uns gemeinsam das Gemeindeleben zu gestalten.
 
07.02.2019
 
 
 
Erläuterungen 
 
1 Die Charta Öcumenica ist ein Text, den alle Kirchen Europas gemeinsam erarbeitet haben. Mit Vereinbarungen zu gemeinsamem Wirken und Verantwortung in Gesellschaft, Politik und Kirche.
2 Kooperationsvereinbarung: Ein Rahmenvertrag der zwischen der EKIBA und der Erzdiözese Freiburg, der als Empfehlung die Gemeinden zur ‚verbindlichen‘ Zusammenarbeit einlädt.